Falsches Medikament kann allergischen Schock auslösen

Gepostet von Sarah Meyer Suarez am 25.02.20 10:38
Sarah Meyer Suarez

Täglich werden Medikamente verordnet, die auf verschiedene Risiken wie zum Beispiel die Allergie geprüft werden müssen. Diese Überprüfung ist sehr zeitaufwendig, sowohl in der Arztpraxis wie auch in der Apotheke. Bei Nichtbeachtung können fatale Folgen entstehen.

Verschreibt ein Arzt einer Patientin oder einem Patienten ein Medikament auf das sie oder er allergisch ist, kann das in einer Anaphylaxie (allergischer Schock) enden. Anaphylaxie ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion und kann innert kürzester Zeit nach dem Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff zum Tode führen. Die häufigsten Auslöser eines allergischen Schocks sind Insektenstiche, Nahrungsmittel und Medikamente (Schmerzmittel, Kontrastmittel, Antibiotika). Bei Letzteren verursachte die Arzneimittel-Gruppe der Analgetika mit 37% die meisten Allergien, gefolgt von den Antibiotika (28%) und den Hilfsstoffen (16%).



Allergie-Fälle sind oftmals bekannt

Nicht alle Allergien können vermieden werden, weil sie bis zum erstmaligen Auftreten unbekannt sind. Tragisch ist allerdings, wenn die Allergie bei der Behandlung bekannt ist, aber nicht berücksichtigt wird. Laut Patientensicherheit Schweiz ist bei 87% der Allergie-Fälle die Allergie den Ärzten, Apothekern und Pflegefachpersonen bekannt. Nur bei rund 3% ist die bestehende Allergie unbekannt.


Hilfsstoffallergien – versteckte Gefahr

Eine weitere Gefahr beim Einnehmen von Medikamenten sind die Hilfsstoffallergien. Hilfsstoffe, definiert als inaktive Substanzen, sind in der Regel in kleinen Mengen in Arzneimitteln enthalten und rufen beim Grossteil der Patienten keine Beschwerden hervor. Dennoch gibt es einige Patienten, die mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen auf die Stoffe reagieren. Bis vor einem Jahr waren die Hilfsstoffe in der Schweiz nicht deklarationspflichtig, führten aber immer wieder zu allergischen Reaktionen. Seit dem 1. Januar 2019 müssen nebst den Wirkstoffen auch sämtliche Hilfsstoffe (Volldeklaration) in der Arzneimittel-Fachinformation angegeben werden. Das sorgt für volle Transparenz und stärkt die Arzneimittelsicherheit, insbesondere für Patientinnen und Patienten mit Unverträglichkeiten.

Clinical Decision Support-Check Documedis als Unterstützung

Mit dem Clinical Decision Support-Check (auch CDS-Check genannt) Allergie wie auch Hilfsstoff-Allergie von Documedis CDS.CE sind Fehler bei der Verschreibung von Arzneimitteln vermeidbar. Während der Apotheker oder Arzt die Medikamente ins System einliest, kontrolliert dieses automatisch die aktuelle oder geplante Medikation auf bekannte Risiken, in unserem Fall, auf die Allergie bzw. Hilfsstoff-Allergie. Besteht eine Diskrepanz, so warnt das System den Leistungserbringer. 

Allergie

Hilfsstoff-Allergie

Hilfstoffallergie

Wirkstoff-Allergie

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Themen: CDS, Patientensicherheit, Medikationssicherheit, Clinical Decision Support, allergie, Anaphylaxie